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Aktivitäten, Inselorte, Hörnum

Ahoi Amrum: Ein Tagestrip zur Nachbarinsel

Von Sylt aus ist es nur ein Katzensprung – und schon bist du auf Amrum. Ich bin ab dem Hörnumer Hafen mit einem Ausflugsschiff in See gestochen, habe die Insel per Fahrrad erkundet und jede Menge Tipps zum Genießen, Bummeln und Entspannen gesammelt.

Lesezeit: 3 Min.

Übers Wasser nach Amrum

Mit der „Adler Cat“ der Reederei Adler-Schiffe dauert die Überfahrt von Hörnum nach Wittdün gerade einmal 45 Minuten. Um 10:10 Uhr geht’s los – und während wir über die Nordsee schippern, liegt schon dieser besondere Zauber eines goldenen Septembertages in der Luft. Der Sommer verabschiedet sich leise, die Sonne zeigt sich von ihrer besten Seite und die Natur trägt ihr schönstes Herbstkleid. Perfekte Voraussetzungen für einen Tagesausflug!

Mein Tipp: Ab Hörnum starten Adler-Schiffe nicht nur nach Amrum, sondern auch nach Föhr, Helgoland oder zu den Halligen. Dazu gibt’s Ausflüge zu den Seehundbänken, Sundowner oder BBQ-Cruises.

Auf zwei Rädern über die Insel

Direkt am Anleger schnappen wir uns zwei E-Bikes – die beste Art, Amrum zu entdecken. Sieben Stunden Aufenthalt reichen locker für eine Runde über die Insel: Von Wittdün im Süden über Nebel und Süddorf bis hoch nach Norddorf und zurück. Knapp 20 Kilometer, die mit E-Unterstützung spielend leicht zu schaffen sind.

Wittdün: Tor zur Insel

Wittdün empfängt uns mit kleinen Geschäften, Cafés und Restaurants entlang der Strandpromenade. Und gleich dahinter: der endlose Kniepsand, der ein Drittel der Inselfläche ausmacht. Eigentlich ist es eine vorgelagerte Sandbank – für mich fühlt es sich aber an, als würde ich durch eine Wüstenlandschaft am Meer wandern.

Auf Amrum werden zahlreiche Wattwanderungen angeboten.

Lieblingsadressen in Wittdün:

  • Marcs Fahrradverleih, Inselstraße 12
  • Strandbar Seehund, Untere Wandelbahn 1
  • Scholle’s Fisch-Buttze, Inselstraße 34
  • Kneipe Blaue Maus, Inselstraße 107

Tausendundein Postkartenmotiv

Die Promenade geht in die sogenannten Bohlenwege übergeht, welche in die beeindruckende Dünenlandschaft hineinführen. Für mich haben die geschwungenen Holzwege etwas Mystisches und könnten einem Bilderbuch entsprungen sein. Nahe dem FKK-Zeltplatz erklimme ich eine Aussichtsdüne, die einen spektakulären Panoramablick bis zum Leuchtturm ermöglicht.

Den Leuchtturm kann man auch besichtigen

Du hast nun die Möglichkeit, entweder vorbei am Leuchtturm weiter durch einen dicht bewachsenen und windgeschützten Wald zu cruisen oder den alten Wirtschaftsweg entlang der Wattseite über Süddorf nach Nebel zu nehmen.

Auf dieser Strecke befindet sich ein kleiner Yacht- und Seezeichenhafen mit niedlichen Kuttern. Der Weg durch den verwunschenen Wald ist allerdings nicht weniger schön, denn hier liegen eine unglaubliche Ruhe und der Duft nach Tannengrün in der Luft. Insbesondere die dort verankerte Vogelkoje mit ihrem roten „Hexenhäuschen” ist ein herrlicher Ort für Naturliebhaber:innen. Alles in allem regiert die Natur auf Amrum und ich könnte mich darin jetzt schon verlieren.

Am Wegesrand gibt es überall Zauberhaftes zu entdecken

Nebel: Friesisches Schmuckkästchen

Das reetgedeckte Dorf Nebel ist Bilderbuch-Nordsee pur: kleine Läden, Cafés mit Gärten und Kopfsteinpflasterwege. Bei Fisch & Meer gönne ich mir ein Fischbrötchen mit Graved Lachs – so lecker!

Kulturell hat Nebel einiges zu bieten:

  • die St.-Clemens-Kirche mit ihren „sprechenden Grabsteinen“ von alten Walfängern,
  • das Öömrang-Hüs, ein Museum im historischen Kapitänshaus,
  • und die Amrumer Windmühle, die von Inselgeschichte erzählt.

Leider hatte das Friesen-Café an diesem Tag geschlossen

Das schmucke Dorf stillt allerdings auch den Hunger nach Kultur. Die 1236 erbaute St.-Clemens-Kirche ist nämlich für ihre „sprechenden Grabsteine” bekannt, die Seefahrergeschichten von Walfängern aus dem 17. und 18. Jahrhundert erzählen. In den Museen im Öömrang-Hüs und in der Amrumer Windmühle kannst du der Inselgeschichte noch tiefer auf den Grund gehen. 

In der St.-Clemens-Kirche finden regelmäßig Konzerte statt

Lieblingsadressen in Nebel:

  • Fisch & Meer, Uasterstigh 6
  • Öömrang-Hüs, Waaswai 1
  • Friesen-Café, Uasterstigh 7
  • Keramikatelier Hoonwerk, Uasterstigh 9a
  • St.-Clemens-Kirche, Hööwjaat 2
  • Amrumer Windmühle, Waasterstigh

Norddorf: Strandkorbliebe & Friesentorte

Im Norden erwartet uns mein Lieblingsort: der Norddorfer Strand. Weißer Sand wie in der Karibik, kunterbunte Strandkörbe und dazu diese unglaubliche Weite. Bevor es zurück zum Schiff geht, probiere ich im Café Schult die Friesentorte – ein absoluter Sahnetraum! Wer mehr Zeit hat, sollte unbedingt das Naturschutzgebiet Amrum-Odde erkunden. Hier trifft das Watt auf die offene Nordsee, unzählige Vögel tummeln sich und der Blick reicht bis Föhr und Sylt.

Lieblingsadressen in Nebel:

  • Café Schult, Ual Saarepswai 9
  • Restaurant Strand 33, Strunwai 33

Mein Fazit: Inselglück zum Verlieben

Amrum hat mich sofort verzaubert – mit seiner wilden Natur, den unendlichen Kniepsandweiten, den friesischen Dörfern und dem entspannten Inselfeeling. Ich komme ganz sicher wieder und bin schon gespannt, ob Föhr da beim nächsten Inselhopping mithalten kann.

Weitere Tipps und Infos auf www.amrum.de.

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Ahoi, deine Finja

Kommentare

Gast (nicht überprüft)
Di. 2 Sep 2025 - 08:36

Sehr guter Bericht und super schöne Fotos- werdecich definitiv auch mal hinfahren. Danke für den tollen Beitrag und liebe Grüsse aus der Schweiz

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